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Worst-EU-Lobbying-Preise - für irrefährende Kampagnen

Unrähmliche Auszeichnungen für Auto- und Atomindustrie

Brüssel 21.12.2025 - Mehr als 6.600 Menschen aus ganz Europa haben an der Internet-Abstimmung zum "Worst-EU-Lobbying-Award 2007" http://www.worstlobby.eu/2007/ mitgemacht und dabei zwei unrähmliche Sieger ermittelt: Der Gewinner des Awards sind die Automobilkonzerne BMW, Daimler und Porsche, der Gewinner des "Worst Greenwash-Awards" ist das Deutsche Atomforum. Der Preis wurde von den Non-profit-Organisationen Corporate Europe Observatory , Friends of the Earth Europe http://www.foeeurope.org, Lobby Control und Spinwatch http://www.spinwatch.org.uk ins Leben gerufen.


Der Hauptpreis wird an Lobbyisten, Unternehmen oder Interessenverbände vergeben, die 2007 manipulative, irrefährende oder andere problematische Lobbytaktiken verwendeten, um Entscheidungen der EU zu beeinflussen. "Die W„hler aus ganz Europa stuften ihre gemeinsame Kampagne für die Verwüsserung und Verzägerung von verpflichtenden CO2-Reduktionszielen als schlimmste und am meisten irrefährende ein. Die EU-Kommission hatte die Reduktionsziele vorgeschlagen, nachdem freiwillige Zielvereinbarungen von der Autoindustrie nicht eingehalten wurden", so die Organisation. Die Mehrzahl der W“hler haben sich für die drei Automobilhersteller entschieden. "Als die EU-Kommission verpflichtende CO2-Ziele vorschlug, reagierten die Autohersteller sofort mit einer schmutzigen Lobbykampagne, die im großen Umfang Panikmache und stark äbertriebene Drohungen mit Fabrikschließungen und Jobverlusten beinhaltete. Das Ergebnis der Abstimmung zeigt, dass die europäischen Bürger diese Art von irrefährendem und manipulativem Lobbying ablehnen", erklürt Erik Wesselius von Corporate Europe Observatory http://www.corporateeurope.org

Der Greenwash-Sonderpreis für den unverfrorensten Versuch, sich ein ungerechtfertigtes grünes Image zu verschaffen, wurde dem Deutschen Atomforum verliehen. 34 Prozent der Stimmen ging an dieses Forum, das sich mit der Kampagne "Deutschlands ungeliebte Klimaschützer" das Image der Atomenergie aufpolieren sollte und dafür in Anzeigen und Plakaten mit Bildern von alten Atomkraftwerken in schäner und unzerstärter Natur warb. "Das Deutsche Atomforum versuchte, die äffentliche Besorgnis äber den Klimawandel zu instrumentalisieren, um für die Atomenergie zu werben", so Ulrich M–ller von LobbyControl http://www.lobbycontrol.de. "Die einseitigen Anzeigen nutzen idyllische Naturbilder und blenden die Risiken der Atomenergie aus, um äffentliche Akzeptanz für längere Laufzeiten für die alten Atommeiler zu schaffen." Der "Sieg" des Deutschen Atomforums in der Kategorie Worst EU Greenwash zeige, dass die äffentlichkeit sich von diesen Grünfürbe-Versuchen nicht täuschen lasse.

Mit dem Slogan "Deutschlands ungeliebte Klimaschützer", der sich wie ein Aufruf für mehr Sympathie gibt, startete das Atomforum die Greenwash-Kampagne im Frähjahr 2007. Die Kampagne enthielt Anzeigen in wichtigen Leitmedien, Poster, Broschören in verschiedenen Zeitschriften und eine Webseite mit der schamlosen Adresse http://www.klimaschuetzer.de . Die Botschaft wird unterstätzt durch schäne Naturbilder, unverschmutzt und unverdorben, mit zufriedenen Menschen oder Schafen vor dem Hintergrund eines scheinbar gutartigen alten Atomkraftwerks. Damit wird der Eindruck einer wunderbaren Harmonie erweckt. Die Kampagne ist ein herausragendes Beispiel für europaweite Bemähungen der Atomlobby, den Klimawandel für die Imagewerbung der Atomenergie zu instrumentalisieren.

Quelle: pressetext.austria Redakteur: Wolfgang Weitlaner www.pressetext.at

www.worstlobby.eu/2007

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