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Studie Deutschland: Kind und Beruf, Selbstständige im Vortei

Studie vom Paare haben höheres Einkommen und häufiger Kinder Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim für Entrepreneurship der Uni

Das Rollenmodell \"Mann macht Karriere, Frau hütet die Kinder\" ist nicht mehr zeitgem––. Dennoch sind es die Frauen, die beruflich kürzer treten, wenn Kinder mit im Spiel sind. Das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim hat zusammen mit dem Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship der Universität Hohenheim Modelle inszeniert, mit denen sich Karriere und Familie vereinbaren lassen.

Viele Doppelkarrieren

Die Forscher haben Paare untersucht, die jeweils beruflich so erfolgreich sind, dass man von einer "Doppelkarriere" sprechen kann. Das Ergebnis: Paare, bei denen beide Partner selbstständig sind, verfägen äfter äber ein höheres Einkommen. Sie haben im Vergleich zu anderen Doppelkarrierepaaren auch häufiger Kinder.

Die Forscher analysierten Karrieremerkmale wie wöchentliche Arbeitszeit, Einkommen, Stellung im Betrieb und Qualifikation. Deren Verteilung zeigt, dass Paaren mit zwei selbstständigen Partnern häufiger eine doppelte Karriere gelingt als Paaren mit anderen Erwerbskonstellationen. Zudem lösst sich bei einem Drittel dieser Paare bei beiden Partnern ein äberdurchschnittliches Einkommen feststellen.

Das gilt nur für zehn Prozent der angestellten Doppelverdiener. Aber auch die Selbstständigkeit nur eines Partners fährt zu einer erfolgreichen Doppelkarriere. Interessant dabei ist die geschlechtsspezifische Verteilung: Ist die Frau in einer Partnerschaft selbstständig, in der beide erwerbstätig sind, lassen sich 22 Prozent dieser Paare als "Doppelkarrierepaare" identifizieren. Ist es der Mann, sind es nur 16 Prozent.

Balance zwischen Beruf und Familie

"Doppelkarrieren sollen jedoch nicht nur ein höheres Einkommen gewährleisten", so Marc Langhauser vom Mannheimer Institut für Mittelstandsforschung gegenäber pressetext. "Ihr Sinn wöchst dann, wenn beiden Partnern nicht nur eine eigene Karriere, sondern zudem auch eine Balance zwischen Beruf und Familienleben ermöglicht wird." Ein Grund für die Vereinbarkeit der Doppelkarriere trotz Selbstständigkeit ist eine höhere Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und -ort.

Das zeigt sich auch bei der Familiengründung: Von den Doppelkarrierepaaren mit zwei abhängig beschäftigten Partnern hat fast die Hälfte Kinder. Ist mindestens ein Partner selbstständig, ist der Anteil der Paare mit Kindern höher. Die Konstellation "Frau selbstständig - Mann abhängig beschäftigt" ist am besten geeignet, um eine Doppelkarriere mit Kindern zu vereinbaren: 61 Prozent solcher Paare haben Kinder.

"Man kann zum einen bestätigen, dass Selbstständigkeit prinzipiell Doppelkarrieren unterstätzt und andererseits daraus schließen, dass eine Selbstständigkeit für Paare grundsätzlich eine bessere Vereinbarkeit von Doppelkarriere und Familienleben ermöglicht als eine abhängige Beschäftigung", wei– Langhauser. Ob selbstständige Anwälte oder Restaurantbesitzer - die Forscher hatten alle Berufe und Branchen im Blick.

Quelle: pte019/15.12.2011

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