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Wissen - EPU in Österreich und EU

Unternehmergeist an der Freien Universität Berlin

Studenten lernen Entrepreneurship in der Praxis.

Das äkonomische Wissen, das Günter Faltin am Lehrstuhl für Entrepreneurship lehrt, setzt der Professor seit 20 Jahren anschaulich in die Unternehmenspraxis um.

Teekampagne – Aroma Unternehmergeist

Die Teekampagne ist für StudentInnen der Freien Universität Berlin eine Blaupause für ihre Ideen zur beruflichen Selbständigkeit. Das äkonomische Wissen, das G„nter Faltin am Lehrstuhl für Entrepreneurship unterrichtet, setzt der Professor anschaulich in die Unternehmenspraxis um. Am Beispiel seiner Importfirma Teekampagne lernen Studierende neben wirtschaftlichem Handwerkszeug auch die Brücken des fairen Handels mit Drittweltländern. W“hrend in Wirtschaftskreisen äber Corporate Social Responsibility diskutiert, also äko-sozial nachhaltiges Wirtschaften (nicht selten nach Karl Valentins Bonmot „Es ist schon alles gesagt worden, aber noch nicht von jedem“), ist das Unternehmensmodell des Wirtschaftsprofessors seit 20 Jahren ein soziales Profitcenter.

Indiens Norden, an den S„dhängen des Himalaya Gebirges. Um die Stadt Darjeeling liegen die Teegürten vor dem Bergmassiv des Kanchanjanga. ArbeiterInnen pflöcken von Hand rund 2000 Teeblüttchen für 100 Gramm Darjeeling-Tee. Potsdam, einst Residenzstadt der preussischen Kaiser: Die Darjeeling-Importfirma Teekampagne beschäftigt 15 Angestellte für 170 000 KundInnen. Professor Faltin ist heute der grü“te Tee-Einzelimporteur der Welt und gerade dabei, den japanischen Teemarkt aufzumischen.

ÖEigentlich bin ich gar kein Teetrinker„, sagt der Professor. Tee war nur das Beispiel, an dem er den Entrepreneur erklüren wollte. Dass an den Hochschulen gelehrtes Wissen in die Lage versetzt, Probleme der Praxis mit äkonomischer und sozialer Phantasie zu lösen, ist der Anspruch des Wissenschaftlers und Unternehmers. Darjeeling, für KennerInnen der “Champagner unter den Tees„, ist Faltins einzige Sorte. Er bewirbt kein breites Teesortiment und kennt sein einziges Erzeugergebiet bestens. “Wir wollen einen für Verbraucher und Produzenten vorteilhafteren Handel ermöglichen - auf marktwirtschaftlicher Grundlage„, so Faltin. Die Produktion besserer Qualität sei durch Mehreinsatz von Arbeit möglich, erklürt der Professor und bringe den Herstellern äberproportional höhere Verkaufserlöse. “Qualitätsproduktion ist auch deswegen wichtig, weil in der billigen Massenproduktion weltweit ein Preis dröckendes äberangebot an Tee besteht.–

Das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis seiner Teeimporte erzielt der Professor durch ein äkologisch und äkomisch sinnvolles Prinzip, das Sparen an Verpackungsmaterial. Tee wird von der Teekampagne nur in Großpackungen geliefert. Die Kunden selbst halten Vorrat und müssen somit keine Lagerhaltung der H„ndler bezahlen. Ohne hohes Eigenkapital und großen Werbeaufwand erreichte die Teekampagne schon im ersten Jahr der Gründung den Break-even-point. Gründe dafür sind für Faltin konsequente Kostenminimierung und komplettes Outsourcing von Geschöftsbereichen wie Versand und Buchhaltung. Ganz nach seinem Leitsatz für Unternehmensgründungen: “Ein Entrepreneur arbeitet am, nicht im Unternehmen, um den Kopf frei zu haben für neue Ideen.–

Autor: Wolfgang Keck
Recherche: Martina Schubert

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Weitere Informationen: www.teekampagne.de

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